A tribute to art, experimental and perforiming arts music

Experimental art music

Conrad Schnitzler – Symbolfigur der experimentellen Musik

Conrad Schnitzler hatte einen bedeutenden Einfluss auf die elektronische Musik, hat sich jedoch immer gerne im Hintergrund gehalten. Vor 3 Jahren, am 4. August 2011, verstarb Conrad Schnitzler an den schwerwiegenden Folgen von Magenkrebs. Diese Seite dient zu Ehren seiner künstlerischen und musikalischen Werke.

Conrad Schnitzler – Symbolfigur der experimentellen Musik

Bereits in jungen Jahren wehrte sich Schnitzler gegen traditionelle Musik. Durch seine Ausbildung als Maschinenbauer entwickelte er eine Faszination für das Hämmern, Schleifen und Klopfen von Metall auf Metall. Diese Klänge schallten wie Musik in seinen Ohren. Inspiriert wurde er zudem von Komponisten wie Karlheinz Stockhausen und John Cage. Eine Zukunft als Fabriksarbeiter konnte er sich jedoch nicht vorstellen und schreib sich schließlich an der Kunstakademie Düsseldorf ein und wurde von niemand geringeren als Professor Joseph Beuys unterrichtet, dessen Philosophie der Kunst Schnitzler stark prägte.

1968 gründete Schnitzler gemeinsam mit Boris Schaak und Hans-Joachim Roedelius den Zodiac-Club, ein kurzweiliges Projekt mit einem starken Einfluss auf die damalige experimentelle Live-Musik bzw. Krautrock. Die Idee von Schnitzler hinter dieser Bewegung war es, eine Brücke zwischen den vielen verschiedenen Bewegungen der Musik und Kunst zu schaffen. Viele Künstler, aber auch Schnitzlers eigene Band Kluster, hatten in diesem Laden ihre ersten Auftritte. Die Auftritte auf der Bühne waren alles andere als konventionell – sie waren vielmehr reine Improvisation. Schnitzler war der Meinung, dass man schreckliche Laute mit vielen verschiedenen Instrumenten und Mikrofonen erzeugen kann. Wenn man es schafft, diese Laute zu organisieren, dann ist es nicht mehr reines Chaos, sondern transformiert zur Musik.
Schnitzler machte nie großes Aufsehen um seine Person oder seinen Einfluss auf die Kunst- und Musikszene. Er bevorzugte Unabhängigkeit. Im Laufe der Jahre veröffentlicht er Hunderte von Platten, hat sich aber selbst nie einem Label verpflichtet.
Conrad Schnitzler lebte für seine Musik. Sein letztes Stück wurde kurz vor seinem Ableben fertiggestellt.